Allgemein,  In eigener Sache

Praktikantin Bonnie Zinn: „Mein Praktikum beim Landtagsabgeordneten Markus Stein, MdL“

1. Wie kam ich dazu?

Mein Name ist Bonnie Zinn, ich bin 17 Jahre alt und in der Stufe 11 des Herzog-Johann-Gymnasiums in Simmern. Die Politik und ihre Themen interessieren mich schon seit langer Zeit, und die Idee, in diesem Feld ein Praktikum zu machen, gefiel mir recht gut.
Am 14.11.2025 kamen der SPD-Landtagsabgeordnete Markus Stein und der CDU-Landtagsabgeordnete Tobias Vogt für eine Podiumsdiskussion an meine Schule, bei der ich zuschauen durfte. Die Möglichkeit, Politikern auf Augenhöhe zu begegnen, war eine neue Perspektive und sich ihre spontanen Antworten auf Fragen der Schüler anzuhören, war sehr interessant. Nach der Podiumsdiskussion beschloss ich spontan Markus anzusprechen und ihn nach Praktikumsmöglichkeiten zu fragen. Er war direkt sehr offen und freundlich und gab mir seine Visitenkarte, sodass wir in Kontakt bleiben und das Praktikum planen konnten.

2. Das Team

Am Montag, dem 15. Juni war mein erster Tag. Im Wahlkreisbüro in Bad Sobernheim wurde ich von Markus und Büroleiter Thomas Müller freundlich empfangen. Das restliche Team, Yuliyan Ilev, der Kommunikationsdesigner, der verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit ist, und Johanna Körper, die Bürosachbearbeiterin, habe ich auch direkt kennengelernt und wir sind gemeinsam durchgegangen, was in der Zeit meines Praktikums ansteht.

Ich wurde von allen freundlich willkommen gehießen und fühlte mich sofort wohl. Über den ganzen Zeitraum durfte ich mich einbringen sowie über alles Fragen stellen, und meine Vorschläge wurden immer wahr- und ernstgenommen. Schnell war ich mit allen auf einer persönlichen Ebene, habe mich nicht vergessen gefühlt und wurde in die Arbeit und die Gruppe aufgenommen.

3. Tage in Mainz

Ich durfte Markus bei seinen Terminen in Mainz begleiten, was für mich einer der Höhepunkte des Praktikums war. Im Abgeordnetenhaus habe ich viele seiner Kollegen kennengelernt, die mir direkt sehr freundlich und integrierend gegenübertraten. Ich war überrascht, wie viele verschiedene Personen rund um den Landtag beruflich tätig sind, und konnte viel über den Ablauf und das System lernen. In den Fraktionssitzungen, die einmal pro Woche dort stattfinden, durfte ich die Politik und den Umgang innerhalb einer Fraktion hautnah miterleben. Ich war bei der zweiten Plenarsitzung im Landtag dabei, in der der neue Ministerpräsident Gordon Schnieder von der CDU die Regierungserklärung präsentierte, was für mich ein besonderer und wieder mal hautnaher Moment war. Noch interessanter fand ich aber die dritte Plenarsitzung am nächsten Tage, in der sich die Fraktionen zur Regierungserklärung aussprachen, da ich es sonst nur von Medien kannte und jetzt beobachten durfte, wie beispielsweise Regierung und Opposition während einer Sitzung miteinander umgehen. Die Möglichkeit, sich die Reden, das Verhalten und die Abläufe einer solchen Sitzung persönlich anzuschauen, sollten meiner Meinung nach alle Menschen nutzen, da sie die Politik viel näher bringt und die Inhalte sowie die Formalitäten auf einer ganz neuen Ebene zeigt. Mein Verständnis der Länderpolitik hat sich durch die vielen verschiedenen Eindrücke, die ich allein in Mainz bekam, sehr verbessert.

4. Meine Aufgaben

Was mir insgesamt mit am besten gefallen hat, war, dass ich, nicht wie bei vielen anderen Praktika, nur Kaffee machen und hereinschauen durfte, sondern alle Termine von Markus begleiten, sowie kleine Aufgaben in verschieden Bereichen übernehmen durfte. Egal ob im Freilichtmuseum, auf einer Delegiertenversammlung oder bei Treffen vom Ausschuss; ich durfte mit und habe somit die individuelle und umfangreiche Arbeit von Markus kennengelernt. Übernehmen durfte ich auch viel: Beispielsweise habe ich mit Thomas Briefe und Emails bearbeitet und durfte einiges selbst schreiben. Mit Yuliyan habe ich online im Social-Media-Bereich gearbeitet und durfte Skriptentwürfe und grundlegende Stichpunkte für ein Informationsvideo ausarbeiten. Mit Johanna habe ich die Amtsblätter des Wahlkreises nach Veranstaltungen, die für einen Politiker wichtig sind, durchsucht und wir haben diese in den Terminkalender eingeordnet.

Gemeinsam mit Markus besuchte ich auch die Delegiertenversammlung der IG Metall in Rheinböllen.

5. Fazit

Ich kann mit Sicherheit sagen, dass meine Erwartungen an das Praktikum maßlos übertroffen wurde; um ehrlich zu sein, hatte ich mir vor allem die Arbeit im Wahlkreisbüro eher langweilig vorgestellt, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Kein Tag glich dem vorigen, da die Arbeitszeiten, Orte, die Art der Arbeit und die Inhalte individuell waren. Ich habe eine Menge an Eindrücken bekommen, mich insgesamt sehr wohl und wahrgenommen gefühlt und möchte mich daher herzlichst bei dem Team und vor allem bei Markus für dieses abwechslungs- und lehrreiche Praktikum bedanken.