Arbeit

Schließung des Realmarktes in Bad Sobernheim: Es geht um Existenzen

Wie viele andere hat auch der Landtagsabgeordnete Markus Stein (SPD) in den vergangenen Tagen über die Presse erfahren, dass der Realmarkt Bad Sobernheim zum Jahresende schließen wird.

„Da ich weiß, dass eine solche Schließung naturgemäß Auswirkungen auf die Arbeitsplätze hat, lag mir viel daran, mich aus erster Hand zu informieren“, so Stein, der sich daher mit Vertreterinnen des Betriebsrates und der Gewerkschaft verdi vor Ort traf. Der Abgeordnete erfuhr, dass aufgrund des Zustandes des Gebäudes nach Schließung des derzeitigen Marktes voraussichtlich für ein Jahr kein Betrieb – gleich welchen Unternehmens – möglich sei. Zwar gebe es die Vermutung, dass Edeka an einer Filiale an diesem Standort interessiert sei, genaue Kenntnis darüber und über entsprechende Rahmenbedingungen habe man aber nicht.

„Deshalb möchte ich direkt den Kontakt zu möglichen Nachfolgern wie bspw. Edeka herstellen, und versuchen, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Dabei muss es im Ergebnis darum gehen, Handlungsoptionen zu finden, die die Interessen der derzeit Beschäftigten in den Vordergrund stellen. Egal, wer folgt, muss sich darüber klar sein, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über einen großen Erfahrungsschatz verfügen“, so Stein. Das könne für eine neue Filiale an diesem Standort ein entscheidender Vorteil sein, auch vor dem Hintergrund der bestehenden Stammkundschaft. Das werde auch dadurch bestätigt, dass ein Großteil der Beschäftigten über 50 Jahre alt sei und eine große Berufserfahrung mitbringe.

Unterstützung erhalten Betriebsrat und verdi vom Abgeordneten auch in der Forderung gegenüber dem aktuellen Betreiber, eine Lösung zu finden, die es den Beschäftigten ermöglicht, die Zeit bis zu einer etwaigen Eröffnung einer anderen Filiale zu überbrücken. „Auch wenn sich eine Schließung des Realmarktes offenbar nicht verhindern lässt, muss sich der aktuelle Arbeitgeber darüber im Klaren sein, dass es nicht nur um wirtschaftliche Aspekte geht, sondern auch persönliche Existenzen betroffen sind“, sagt Stein.

Markus Stein sicherte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seine volle Solidarität zu und möchte in diesem Sinne in einem engen Austausch mit Betriebsrat und Gewerkschaft bleiben. „Ich habe meine Hausaufgaben mitgenommen, und werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die Unternehmen auch ihrer sozialen Verantwortung nachkommen“, so der Abgeordnete abschließend.

Auf dem Bild zu sehen, von links: Petra Kusenberg (verdi), Steffi Hohneck (Betriebsratsvorsitzende), Nastassja Praß (stellvertretende Betriebsratsvorsitzende), Markus Stein (MdL), Martina Germer, Anja Smuda, Ute Kuhn (alle Betriebsratsmitglieder)

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